Git --distributed-even-if-your-workflow-isnt
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1.4 Los geht’s - Git installieren

Git installieren

Lass uns damit anfangen, Git tatsächlich zu verwenden. Der erste Schritt besteht natürlich darin, Git zu installieren und das kann, wie üblich, auf unterschiedliche Weisen geschehen. Die beiden wichtigsten bestehen darin, entweder den Quellcode herunterzuladen und selbst zu kompilieren oder ein fertiges Paket für Dein Betriebssystem zu installieren.

Vom Quellcode aus installieren

Wenn es Dir möglich ist, empfehlen wir, Git vom Quellcode aus zu installieren, weil Du die jeweils neueste Version erhältst. In der Regel bringt jede Version nützliche Verbesserungen (z.B. am Interface), sodass es sich lohnt die jeweils neueste Version zu verwenden – sofern Du natürlich damit klarkommst, Software aus dem Quellcode zu kompilieren. Viele Linux Distributionen umfassen sehr alte Git Versionen. Wenn Du also keine sehr aktuelle Distribution oder Backports (xxx) verwendest, empfehlen wir, diesen Weg in Erwägung ziehen.

Um Git zu installieren, benötigst Du die folgenden Bibliotheken, die von Git verwendet werden: curl, zlib, openssl, expat und libiconv. Wenn Dir auf Deinem System yum (z.B. auf Fedora) oder apt-get (z.B. auf Debian-basierten Systemen) zur Verfügung steht, kannst Du einen der folgenden Befehle verwenden, um diese Abhängigkeiten zu installieren:

$ yum install curl-devel expat-devel gettext-devel \
  openssl-devel zlib-devel

$ sudo apt-get install curl-devel expat-devel gettext-devel \
  openssl-devel zlib-devel

Nachdem Du die genannten Bibliotheken installiert hast, besorge Dir die aktuelle Version des Git Quellcodes von der Git Webseite:

http://git-scm.com/download

Danach kannst Du dann Git kompilieren und installieren:

$ tar -zxf git-1.7.2.2.tar.gz
$ cd git-1.7.2.2
$ make prefix=/usr/local all
$ sudo make prefix=/usr/local install

Von nun an kannst Du Git mit Hilfe von Git selbst aktualisieren:

$ git clone git://git.kernel.org/pub/scm/git/git.git

Installation unter Linux

Wenn Du Git unter Linux mit einem Installationsprogramm installieren willst, kannst Du das normalerweise mit dem Paketmanager tun, der von Deinem Betriebssystem verwendet wird. Unter Fedora zum Beispiel kannst Du yum verwenden:

$ yum install git-core

Auf einem Debian-basierten System wie Ubuntu steht Dir apt-get zur Verfügung:

$ sudo apt-get install git

Installation unter Mac OS X

Auf einem Mac kann man Git auf zwei Arten installieren. Der einfachste ist, das grafische Git Installationsprogramm zu verwenden, den man von der Google Code Webseite herunterladen kann (siehe Bild 1-7)

http://code.google.com/p/git-osx-installer


Bild 1-7. Git OS X Installationsprogramm

Die andere Möglichkeit ist, Git via MacPorts (http://www.macports.org) zu installieren. Wenn Du MacPorts auf Deinem System hast, installiert der folgende Befehl Git:

$ sudo port install git-core +svn +doc +bash_completion +gitweb

Du brauchst die optionalen Features natürlich nicht mit zu installieren, aber es macht Sinn +svn zu verwenden, falls Du jemals Git mit einem Subversion Repository verwenden willst.

Installation unter Windows

Das msysGit Projekt macht die Installation von Git unter Windows sehr einfach. Lade einfach das Installationsprogramm für Windows von der GitHub Webseite herunter und führe es aus:

http://msysgit.github.com/

Danach hast Du sowohl eine Kommandozeilenversion (inklusive eines SSH Clients, der sich später noch als nützlich erweisen wird) als auch die Standard GUI installiert.

Hinweis für Windows Benutzer: Du solltest Git mit der in msysGit enthaltenen Shell (Unix Style) ausführen. Dies erlaubt es Dir auch die komplexen Kommandozeilenbefehle aus diesem Buch auszuführen. Wenn Du aus irgendeinem Grund die native Windows Shell, also die Eingabeaufforderung, verwenden musst, müssen Gänsefüßchen, statt einzelnen Anführungszeichen verwendet werden (für Parameter, die ein Leerzeichen enthalten). Außerdem müssen alle Parameter, die mit einem Zirkumflex (^) enden und am Ende einer Zeile stehen, mit Gänsefüßchen umschlossen werden. Der Zirkumflex am Ende einer Zeile teilt Windows sonst mit, dass diese Zeile noch nicht beendet ist und in der nächsten Zeile fortgesetzt werden soll.